Was kann in einem Monat entstehen?
Ein Prozess mit leisem Anfang. Ein verwaister Platz, eine isolierte, ruhige Trabantenstadt.
Um die Ecke: Konzernzentralen, die Musicalhall, ein Multiplex, ein Casino.
Die Metropolregion Stuttgart verdichtet sich. Die Stadt beginnt Ihre Trabanten einzugliedern.
Der Fasanenhof wurde über Jahrzehnte für eine Abschiebepolitik genutzt. Über eine gesunde Durchmischung der Bevölkerungsstruktur wurde hinweggesehen. Seit einigen Jahren nun tut sich etwas. Der Fasanenhof wird freundlicher, er ist neu gestrichen und auch hinter den Fassaden nimmt der Standard zu. Der Fasanenhof wird zum Musterbeispiel sozialer Nahversorgung.
Der Europaplatz liegt da wie ein verwesendes Relikt aus alten Tagen. Die meisten Läden sind mittlerweile abgewandert, die Wohnungen sind entmietet, für einen Spaziergang lohnt der Weg nicht mehr.
Er wird abgerissen werden und an seine Stelle wird ein prämierter Neubaukomplex treten, gefördert im Rahmen der „sozialen Stadt“. In der Zwischenzeit, bis der Neubau eingerichtet ist, vergehen nun schon drei Jahre.
Der Platz braucht ein vernünftiges Abschlussfest nach beinahe 50 Jähriger Stadtgeschichte.
16 Künstler aus Belgrad, Stuttgart, Hamburg und Weimar stellen sich der Herausforderung die Platzsituation zu nutzen, zu verändern und zu beleben.
Mit dabei sind Gäste aus Musik, Literatur und Stadtteilkultur.
Getragen von einer breiten Basis organisieren die Stuttgarter Künstlerin Lena Münch und der Neu-Stuttgarter Kultur- und Theaterwissenschaftler Kay Kromeier eine Veranstaltung mit Festival Charakter.
Räume nutzen, Kulturschaffen, Miteinander Leben.